Das vollautomatische Zuhause
Das wär doch mal was: eine Wohnung, in der man sich nichtmehr um den Müll, ums Fensterputzen, Staubsaugen, Wäschewaschen, Bettenmachen und Aufräumen kümmern muss; die selbständig lüftet, heizt und das Licht reguliert. Theoretisch gibt es ja für die meisten Haushaltsarbeiten schon irgendeine Maschine oder Vorrichtungen, durch die das tägliche Putzen und sonstige Hausarbeiten erleichtert werden, doch auch die funktionieren nur mit menschlicher Hilfe.
Ich habe mir schon oft Gedanken darüber gemacht, wie man z.B. den Wäschekorb mit der schmutzigen Wäsche dazu bringen kann, sich in die Waschmaschine zu entleeren und das richtige Waschprogramm zu wählen oder wie der Staubsauber erkennen kann, das viele Fusseln und Dreck auf dem Boden liegen und er sich dann ganz automatisch an die Arbeit macht. Doch bisher habe ich es gerade mal geschafft, meine Kaffemaschine so zu programmieren, dass sie morgens um 7 Uhr Kaffe kocht, und meine Wohnung mit Lichtsensoren ausgestattet, die dafür sorgen, dass über Gleichstrommotoren die Rollläden am Abend runter und am Morgen selbständig hochgehen. Es gibt auch schon kleine Staubsauger-Roboter, die selbständig durch die Wohnung flitzen und alles, was auf dem Boden liegt in sich hinein saugen. Das ist aber nicht für jeden Haushalt geeignet, z. B. wenn man kleine Kinder oder Haustiere hat, weil die öfter auch mal Dinge auf dem Fußboden ausbreiten, die nicht für den Staubsauger vorgesehen sind.
Es ist also gar nicht so einfach intelligente Haushaltsgeräte zu entwickeln und diese z. B. über Internetterminals miteinander zu koppeln und zu bedienen. Denn jeder Haushalt ist anders und nicht jeder kommt mit High-Tech zurecht oder möchte sich davon abhängig machen. Und so freue ich mich eben erst mal an meiner Waschmaschine, am Geschirrspüler und am Schredder, auch wenn ich die selbst befüllen und wieder ausräumen muss.